In diesem Jahr nahmen 20 Senioren in der ersten und 14 in der zweiten Woche an der

Seniorenerholung in St. Otto

teil.  Einige neue Teilnehmerinnen konnten begrüßt werden. Die, die schon mehrmals mitgemacht haben,  begrüßten sich sehr freudig. In Laufe der Tage wurde man (wieder) vertrauter   miteinander, tauschte Photos der Enkel und Urenkel aus und wirksame, rezeptfreie Tipps für die  kleineren und größeren Beschwerden des Körpers und des Alltags.

Das Abholen mit dem Autos morgens hatte sich bald eingespielt. Das Gemeindehaus wurde mehr und mehr in Beschlag genommen. Die Helfer und Helferinnen speicherten in kurzer Zeit die wichtigsten Informationen: wer den grünen Tee trinkt, wer den Schwarzen oder den Roten lieber mag, wer Diabetiker ist, wer keine Selters, sondern Leitungswasser trinkt, wem geholfen werden muss beim Schneiden, wer den Sonnenplatz im Garten bevorzugt und wer lieber im Schatten der Bäume beim Lärm der Handwerker schläft und .. und .. und 

„Ich dachte, ich bin zur Kur“ „ Ich habe in diesen Tagen an vieles nicht mehr denken müssen, ich war ganz woanders“ Die beiden Zitate drücken ein wenig das aus, was viele Teilnehmer mit diesen tagen verbinden. Bei einigen, die nur eine Woche mitgemacht haben gab es Tränen.

Es ist schön zu sehen, wenn Menschen jeden Tag ein wenig mehr reden, miteinander ins Gespräch mit anderen kommen, sich mitteilen, die anderen wahrnehmen und sich öffnen. Viele haben es genossen bei den Ausflügen einen Menschen nur für sich zu haben, bei  man sich einhaken konnte, mit den man erzählen konnte.  Mir fällt dann immer der Satz ein:

Wussten Sie schon, dass Zeit haben für einen Menschen mehr ist als
die teuersten Medikamente
die besten Kliniken
und die neuesten Apparate?

Diese Zeit für die Seniorenerholung war gut „angelegt“, weil einige mehr Lebensmut bekommen und aufgetankt haben, Viele aus den Gemeinden haben sich bereit erklärt, zu helfen in unterschiedlicher Form. Jeder wie es ihm möglich war. Einigen Helfern musste ich absagen. Für mich war hier sehr stark Gemeinde erfahrbar, gemeinsam etwas zu stricken, jeder mit seiner Wolle und mit seinem Muster und am Ende ist ein Kunstwerk entstanden. Allen, die mitgestrickt haben ein herzliches Dankeschön. Reinhard Mey drückt es für mich sehr passend aus:

            Hab Dank für Deine Zeit

            Hab Dank für Deine Freundlichkeit,

            für die Arbeit Deiner Arbeit und

            den Mut, der Widerstände überwindet.

            Hab Dank für Deine Zeit.
             

                            Jutta Blümel

 

 


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