CERECO – was war das eigentlich noch genau? oder

  Neueste Nachrichten aus unserem Gemeindeprojekt

Seit noch nicht ganz einem Jahr betreuen wir, der Arbeitskreis „Leben in Einer Welt“, das Partnerschaftsprojekt St. Ottos in Bolivien, das Centro de Rehabilitacion Cochabamba, kurz CERECO; in dieser Zeit durften wir es, auch in seinen neuesten Entwicklungen, näher kennenlernen und darüber möchten wir Ihnen heute berichten.

Vor 27 Jahren wurde CERECO aufgrund einer privaten Initiative  als Schule und Rehabilitationszentrum für behinderte Kinder und Jugendliche gegründet und stellte damals, und aufgrund seiner Vielfalt auch heute, ein einmaliges Projekt in Bolivien dar. Es arbeitet nicht gewinnorientiert und bietet gerade den Ärmsten der Armen eine echte Chance auf angemessene Förderung. Seit 1993 wird CERECO von St. Otto unterstützt.

Im Bericht, der Anfang des Jahres bei uns eintraf, beschrieb CERECO seine Grundstruktur, die aus vier Bereichen besteht, folgendermaßen:

  • „A: Bereich Körperliche Rehabilitation:
    Besteht aus einer Arztpraxis und zwei weiteren Abteilungen: Physiotherapie und Beschäftigungstherapie.
    Die Serviceangebote können von der ganzen Gemeinde in Anspruch genommen werden.
  • B: Bereich Sonderschule:
    Betreut ca. 100 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Schweregraden geistiger Behinderung in 6 Stufen der Grundschule und einem Spielzimmer für Kinder mit multiplen Behinderungen.
    Der Lehrkörper ist zusammengesetzt aus 13 Lehrern und einem interdisziplinären Team aus den Fachbereichen Psychologie, Sonderpädagogik, Schallakustik, Sozialarbeit, Physiotherapie und Neurologie.
  • C: Bereich Ausbildungszentrum und Lebenshilfe (vormals Talleres = Werkstätten):
    Ca. 50 teilnehmende Schüler, die von 8 Lehrern und einem interdisziplinären Team, bestehend aus Psychologen, Logopäden und Sonderpädagogen betreut werden.
    Die Hauptabsicht dieses Bereichs ist es, die Jugendlichen auszubilden, damit sie ein möglichst unabhängiges Leben führen können und denjenigen, die dazu in der Lage sind, eine Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
    Dazu bestehen unterschiedliche Förderklassen: Nähen und Stricken, Pflege und Ausbesserung von Wäsche, Kochen und Backen, Werken, Alltagsleben, Musik, Sport, Computerwesen.
    Außerdem gibt es eine Pilotgruppe, die auf den Arbeitsprozess vorbereitet wird.
  • D: Bereich CEMUA:
    Diese Abteilung betreut und unterstützt in ambulanter Form Kinder und Jugendliche in Regelschulen mit Problemen im schulischen Prozess.
    Das Angebot gilt auch für Erwachsene meist mit Problemen emotionaler Art.
    Momentan arbeiten hier 7 Fachkräfte für Psychologie, Sonderpädagogik, Frühförderung und Akustik.
    Außerdem stehen sie auch dem Centro zur Verfügung. Vor 3 Jahren hat Cereco ein Projekt ins Leben gerufen, das Schulen außerhalb der Stadt Cochabamba interdisziplinäre Unterstützung anbietet, indem es Kinder mit Lernschwierigkeiten in ihrer eigenen Schule gratis betreut.
    Diese Arbeit, in der Verantwortung eines interdisziplinären Teams, beinhaltet Diagnostik und Behandlung der lernschwachen Kinder, Beratung ihrer Eltern und Fortbildung der Lehrer.“

Dieser letztgenannte Bereich wurde und wird v.a. durch die Spendengelder unserer Gemeinde finanziert.

Auch 2001 kam dank Ihrer großzügigen Gaben wieder ein sehenswerter Beitrag für unser Partnerprojekt zusammen: insgesamt 9590,68 Euro wurden aufgebracht, diese Gelder werden vom Kindermissionswerk in Aachen noch einmal um 50% aufgestockt!

Ganz herzlichen Dank allen, die an dem Zustandekommen dieser doch enormen Summe direkt oder indirekt beteiligt waren.

Dennoch bleibt eine gesicherte Finanzierung ein schwieriges Thema für das Rehabilitationszentrum. So ist die Trägerschaft seit März dieses Jahres an das Erzbistum Cochabamba übergeben worden, um die Kontinuität seiner Arbeit gewährleisten zu können.

In dieser Übernahme wird deutlich, wie sehr die Arbeit CERECOs in Cochabamba geschätzt wird und wie wichtig dem Bistum die Fortführung derselben ist.

Neue General-Direktorin ist nun Frau Miriam Bravo. Am 17.4. stellte sie sich in einer E-Mail vor, sie schrieb u.a.:

  • „Ich bin als Generaldirektorin eingesetzt worden und ich empfinde es als eine
    anspruchsvolle Aufgabe, eine Institution zu vertreten, die nicht nur eine
    gewöhnliche Verwaltung erfordert. Man benötigt ein feines Gespür und
    Empathie, um mit den Hilfsbedürftigen, an die unsere Institution sich wendet, umgehen zu können.
  • Als Verwalter wurde Hr. Lic. Waldo Valeriono benannt, der uns aufgrund
    seiner Ehrbarkeit für diese Stelle empfohlen wurde.
    Fr. Eva Marcus ist aktuelle stellvertretende Direktorin von Cereco und
    begleitet unsere Arbeit mit Eifer und außergewöhnlicher Hingabe. Ihre Nichte
    Margit Marcus unterstützt uns beim Übersetzen der Korrespondenz.
    Ich bin Ihnen unendlich dankbar für Ihre Bereitschaft die Institution
    weiterhin zu unterstützen.
  • Fühlen Sie sich frei, die Direktion zu beobachten und Anregungen zu geben,
    um effizient weiter zu arbeiten und das Angebot verbessern zu können.“
     

Wir hoffen, dass auch Ihnen forthin an CERECO gelegen bleibt und Sie die Arbeit dort weiter mit Ihrer Spende oder Aktivität unterstützen.

Wenn Sie mit unserem Kreis „Leben in Einer Welt“ Kontakt aufnehmen wollen, geht dies ganz leicht:

Auf jedem Frühschoppen bieten wir ausgewählte FAIR-TRADE-WAREN  zum Verkauf an und auch auf dem Gemeindefest am 29.6.2002 werden wir mit einem Stand vertreten sein.

Falls sie Interesse haben, mitzuarbeiten, sprechen Sie uns doch einfach an oder melden Sie sich unter 80904996 (Simone Marienfeld).Wir würden uns freuen!  

Für den Kreis „Leben in Einer Welt“, Lioba Schulte-Hein

 

 


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Ihre Wünsche und Anregungen an  klaus.bergenthal@t-online.de