Sommerfahrt nach Marienrode bei Hildesheim

Das Fahrtenteam: Bernhard Biskup, Beate Hausmann, Christina Lingnau, Gisela Lübking, Simone Marienfeld, Martina Teschner, Sabine Kube und 23 Kinder (davon 12 Mädchen und 11 Jungen).

Am Donnerstag, den 4. Juli 2002 ging`s los. Aus allen Richtungen eilen die Kinder herbei, die für die Sommerfahrt nach Marienrode bei Hildesheim angemeldet sind. Herr Zimmermann, unser Fahrer, wartet schon, um das ganze Gepäck im Bauch des Busses zu verstauen.

Das Arbeitsmaterial wird noch schnell vom gut vorbereiteten Fahrtenteam einer letzten Kontrolle unterzogen. Unsere vielgepriesene Köchin sitzt bereits vorrauseilend im Auto, um uns mit einer guten Suppe zu empfangen.

Ein Haus, mit einer schönen Wiese auf dem Dach, einer Windmühle, die schon viel gesehen hat, ein idealer Fußballrasen, umringt von Wald und Feldern. Wunderbar, da ziehen wir ein.
Morgens beginnt der Tag mit einem irischen Tanz, den wir täglich wiederholen, um unseren Körper zu erfrischen. Denn nun wird der Geist gefordert.

Jeder Tag steht unter einem bestimmten Motto. Vormittags wird das jeweilige Thema zunächst in der Großgruppe erörtert und dann in Kleingruppen vertieft. Natürlich hat jede Gruppe einen eigenen Namen: Es entstehen: “Die Fragezeichen”, “die sieben Brasilianer” und die “Sisters”.

Der Tisch- und Reinigungsdienst wird von allen Kindern sehr gewissenhaft ausgeführt. Sie sind auch bemüht ihre Zimmer ordentlich zu halten. Diese werden nämlich mit Punkten bewertet. Das Ergebnis bleibt natürlich unter uns.

Freizeit!! Auch die haben wir in unserem vielfältigen Tagesplan untergebracht. Die Kinder lernen sich kennen, knüpfen Freundschaften, spielen, lachen, toben. Nun ja, es hat sich nie ein Kind über Langeweile beklagt.

Nach der Abendrunde wird den Kindern noch eine Geschichte vorgelesen. Nun aber schnell geschlafen.

Unser Freitagsthema heißt: “Gemeinsam geht es besser”. Das können die Kinder auch bei einem Geländespiel erfahren. Der Schatzmeister sitzt mit seinem Schatz gut versteckt  im Kirschbaum am Waldrand. Wird er gefunden? Die Zeit läuft ab .Es ist spannend, wie bei einem Fußballspiel. Drei Minuten vor Ablauf des Spiels wird der Schatz gehoben. Alle Kinder haben eine Belohnung verdient. Der Tag schließt mit einem aufregenden Tennisturnier.

Samstag wird mit den Kindern besprochen, daß jeder einzigartig und wichtig ist. Ein Puzzle entsteht.  Jedes Kind gestaltet sein Puzzle-Teil mit seinem Namen und mit etwas Besonderem, was seine Person eben einzigartig macht. Ein Klosterbesuch steht auf unserem Plan und wir dürfen einer Nonne Fragen stellen. Ein riesiger Fragenkatalog entsteht.

Die Nacht der Gnome, Trolle und Zwerge beginnt. Die Retter der Nacht erwecken tote Wesen. Etwas gruselig, schaurig, aber herrlich spannend.

 

Sonntag bereiten die Kinder den Gottesdienst vor, den Pfarrer Biskup mit uns im Garten feiert. ” Das ist doch etwas ganz anderes,” behaupten einige Kinder und wollen es am Liebsten immer so halten.

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag peppen sich die Kinder für die Disco auf. Macarena, der Stopp-Tanz und Mambo, mit dem Besenstil sind die Renner.

Montag ist “ Konflikttag”. Denn Konflikte gehören dazu. Die Kinder spielen sie in verteilten Rollen. Es werden Konfliktlösungen besprochen, Regeln erarbeitet und eingeübt. Sowohl die Kinder, als auch die Erwachsenen ziehen ihren Nutzen daraus. Nachmittags werden die Kinder von Geseke, der Kräuterfrau und Marta, der Köchin des Bischofs Bernward erwartet. Sie erzählen Alltägliches und Außergewöhnliches. Wir fühlen uns geradezu ins Mittelalter versetzt.

Dienstag lautet das Tagesthema: “Beziehungen brauchen Pflege”. Die Kinder erzählen von ihren Freundschaften. Was kann man tun, um eine Freundchaft zu erhalten? Was ist schwierig? Was kann man besser machen? Nach einem Brunch wandern die Kinder mit nassen Küchentüchern auf dem Kopf , zwischen Feldern und durch den Wald ins Freibad. Eine herrliche Schwimmlandchaft erwartet uns. Da schmecken die Grillwürstchen am Abend besonders gut.

Mittwoch bereiten die Kinder den Gottesdienst für die Schulanfänger vor. Unter dem Motto:
” Gemeinsam glauben” , wird geschrieben und gemalt. Alle sind sehr stolz auf ihr Werk. Mit viel Spiel, Spaß, Vorführungen und Tanz wird das Abschlußfest gestaltet. Die Krönung bilden ein mehrgängiges Menü im “ Zehnsterne-Hotel Marienrode”, bei dem alle “Damen” und “Herren” vom Fahrtenteam auf das Vornehmste bedient werden. Der Umgangston und  auch die Musik sind äußerst gepflegt.

Die Zeit vergeht im Fluge. Donnerstag wird alles für die Heimreise vorbereitet. Das Haus ist auf Hochglanz poliert und wir treten pünktlich die Heimreise an. Um 17.00 Uhr erwarten uns strahlende Eltern, die gespannt auf die Erlebnisberichte ihrer Kinder warten. "Wie war es denn?" frage ich einige Kinder. "Echt cool!" kommt die spontane Antwort. .Eine "echt coole" Sommerfahrt bleibt uns unvergessen.

                            Sabine Kube

 


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