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Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde am Gaudete-Sonntag langjährigen Mitgliedern von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten, von Pfarrer Bernhard Biskup und der Gemeinde gedankt. Gleichzeitig nahm der neu konstituierte Pfarrgemeinderat seine Arbeit auf.

Es ist an den Nachfolgenden, den Vorhergehenden Dank abzustatten. Diesen Dank durfte ich im Namen des neuen Pfarrgemeinderates abstatten und ich habe das gerne gemacht, da die ausgeschiedenen Mitglieder ein überzeugendes Beispiel an Engagement für unsere Gemeinde und die Kirche gegeben haben. Sie sind auch nicht erschöpft oder abgekämpft aus dem Amt geschieden, sondern nach vielen Jahren des Wirkens in dem Bewusstsein der Begrenztheit des ehrenamtlichen Engagements. Das mit dem Ausscheiden verbundene Angebot, auch weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen, nehmen die jetzt Tätigen gerne an.

Besonders galt der Dank dabei Ulrich Zabel, der über einen bemerkenswerten Zeitraum im Pfarrgemeinderat und im Kirchenvorstand die Dinge der Pfarrei mitbestimmt hat. Ulrich Zabel hat in seinem Abschiedsschreiben in den Pfarrnachrichten von der Stabübergabe gesprochen und im kleinen Festakt auch als Zeichen einen Stab übergeben. Der Stab ist ein symbolisch hoch aufgeladenes Zeichen, das Hirten und Herrscher als Zeichen ihrer Aufgabe und auch Macht mit sich führen. Die Stabübergabe im Sport ist hingegen ein äußerst demokratisches Zeichen, handelt es sich beim Stafettenlauf doch schließlich um einen Mann/Frauschaftssport, bei dem nur das harmonisch aufeinander abgestimmte Team Erfolg hat.

Dies wiederum verweist auf den bürgerschaftlichen Charakter der Veranstaltung Pfarrgemeinde und Pfarrgemeinderat. Es geht bei unserem Tun um die Gestaltung des Zusammenlebens der Großen und Kleinen, der Alten und Jungen, und dies - weil wir Christen sind - aus dem Geist des Evangeliums heraus. Der Sinn des Lebens erschließt sich aus der Verkündigung, die Kraft für unsere familiären und beruflichen Aufgaben schöpfen wir aus der Feier der Eucharistie. Hieraus ergibt sich auch der Auftrag, das Leben der Gemeinschaft geschwisterlich zu gestalten. Es liegt also an uns, wie wir mit unserer Kirche feiern oder auch leiden. In der momentanen schwierigen Situation unserer Kirche in Berlin ist deshalb nicht Resignation angesagt, sondern kritisches Engagement. Unsere Kirche soll auch weiterhin ein Quell der Inspiration und der Freude sein. Die Hirten mit dem Stab auf dem gemeinsamen Weg kritisch-solidarisch zu begleiten, ist dabei unerlässlich.

Dass eben dies möglich bleibt, dafür möchte sich der neu konstituierte Pfarrgemeinderat mit ganzer Kraft und allen Kräften - eben auch mit den vorhergehenden Verantwortungsträgern - einsetzen.

Die Sieger bei sportlichen Wettbewerben erhalten seid alters her einen Lorbeerkranz. Ein Kranz wurde nun bei der Feier nicht überreicht, sondern vielmehr ein kleines Lorbeerbäumchen. Denn der Lorbeer ist nicht nur ein heroisches Zeichen, sondern wie der Stafettenstab ein zutiefst demokratisches. Der Lorbeer kommt in der Küche als Würze von Ragouts, Suppen und Eintöpfen zum Einsatz und gerade diese Gerichte eignen sich zum Teilen, wie es gerade im Evangelium zu Gaudete empfohlen worden ist.

 

In diesem Sinne eine gute Zeit,

                        Ihr Dr. Anton Markmiller

                      Vorsitzender des Pfarrgemeinderates

 


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