Unser Kirchenpatron

800 Jahre Heiliger Bischof Otto von Bamberg

“Gott will nicht erzwungenen, sondern freiwilligen Dienst”, so lautet die Inschrift am Fuße des großen Steinkreuzes auf der Insel Usedom. 1928 wurde es bemerkenswerterweise von den evangelischen Christen errichtet. Sie wollten daran erinnern, daß vor 800 Jahren dort von Bischof Otto von Bamberg der christliche Glaube verkündet wurde. Wir sehen in diesem Bischof einen Heiligen, den wir als Patron unserer Kirche und unseres Bistums verehren.

Schon im Jahre 1124 war Bischof Otto zu seiner ersten Missionsreise gen Norden aufgebrochen. Sie führte ihn in das Land der Pommern, die damals östlich und westlich der Odermündung siedelten. Die Inschrift auf dem Usedomer Gedenkstein war das Leitwort seiner Predigten. Viele Bewohner ließen sich taufen, so daß der Bischof Otto den Beinamen “Apostel der Pommern” erhielt.
Seine beiden Reisen in Gebiete unseres heutigen Bistums ergaben sich durch seine Verbindung zum polnischen Königshof. Als junger Geistlicher war er dort Hofkaplan gewesen.
Danach wurde Otto im Jahre 1102 zum Bischof von Bamberg berufen. Zu dieser Zeit gab es zwischen Kaiser und Papst große Streitigkeiten über die Auswahl und Einsetzung der Bischöfe. Neben der Verantwortung in der Kirche übten Bischöfe damals auch weltliche Macht aus. Otto bemühte sich erfolgreich, in den Auseinandersetzungen zu vermitteln. Er trug wesentlich dazu bei, daß 1122 mit dem Wormser Konkordat eine Einigung im sog. Invstiturstreit erreicht wurde.

Bis zu seinem Tod leitete Bischof Otto mit großer Umsicht und Klugheit das Bistum Bamberg. er verstärkte die Seelsorge vor allem durch die Gründung zahlreicher Klöster. Persönlich pflegte er einen schlichten Lebensstil. Den Armen und Kranken erwies er sich als großer Helfer. Im für damalige Verhältnisse hohen Alter von über 75 Jahren ist er 1139 gestorben.

Sein Grab befindet sich noch heute in der Michaelskirche zu Bamberg. 1189 wurde er heiliggesprochen.

Als 1930 das Bistum Berlin gegründet wurde, wählte man ihn neben dem hl. Petrus zum zweiten Bistumspatron. Der in den 50er Jahren wirkende Bischof von Berlin, Wilhelm Weskamm, vermißte in der Stadt eine Kirche mit dem Namen des hl. Otto.
Nur in Pasewlk und Ueckermünde gibt es St. Otto-Gemeinden.
So sorgte er dafür, daß unsere Kirche 1955 dem hl. Otto geweiht wurde
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